Deutlicher Startsieg der Babos
Nach einer längeren Pause, bedingt auch durch das fehlende Interesse, um früher loszulegen, fiel der Startschuss für die erste Runde der Herbstsaison 2025 am vergangenen Sonntag, 31. August 2025. Immerhin zeigten sich 8 Nasen auf der altehrwürdigen Feldli Anlage. Petrus freute sich offenbar genau so, wie die anwesenden Protagonisten, weil es wohl der letzte Tag in diesem Jahr mit hochsommerlichen Temperaturen war.
Die Gruppeneinteilung sorgte bei Moustaches-Captain Bossi für Stirnrunzeln. Mit Schilter Junior, dem chilenischen Ballwunder Res, Techniker Tüml und SPler Jonas, standen vier hochkarätige Cracks auf dem Feld. Auf der Gegenseite stand zwar mit Migi ein zuverlässiger Torhüter zwischen den Pfosten, aber die beiden Stöcklis gelten nicht als Laufwunder oder Goalgetter, womit es also an Bossi lag, die Räume anzulaufen und offensiv zu wirbeln.
Leider mussten einige namhafte FL Akteure für Sonntag passen. Tobias Briker war nirgends zu finden. Genau so wenig wie Dackel, Gwerdi, the Wall, Steve, Schilter Senior, Aschi und weitere Mitglieder. Hoffentlich sieht man die aufgezählten und nicht aufgezählten FL Akteur bald wieder in Aktion.
By the way; die Aussage von DJ Stögi vor Anpfiff sorgte für Furore, denn er fragte tatsächlich in die Runde, ob ein Einlaufen stattfinden soll. Offenbar gibt es jedoch, ausser eben dem BVBler Tobias Briker, genug Enthusiasten, die nicht auf ein Einlaufen verzichten wollen oder können. Dem abwesenden BVBler hätte es ansonsten die Nackenhaare aufgestellt.
Beim Einlauf fehlten eindeutig Agressivleader July, denn die Atmosphäre war in etwa so prickelnd wie ein Eiersuchen auf einem Bauernhof. Schiri DJ Stögi nahm, souverän wie immer, einen Münzwurf vor. Captain Lussmann entschied sich für die Nordseite des Platzes. Anspiel für die Moustaches und ja, liebe Leser und Leserinnen, Bossi zog vom Mittelkreis ab. Der Ball landete in den Armen von Res, der zu Beginn das Tor hütete. Jedoch war es kein ungefährlicher Schuss.
In den ersten Minuten tasteten sich vorerst beide Teams ab, wie die Pärchen in einem Swinger Club. Technisch brillante Zusammenspiele, viel Tempo und Dynamik – so lässt sich die Startphase der Moustaches beschrieben. Während drei Minuten zirkulierte der Ball ohne Kontakt seitens Babos, aber irgendwie war alles auf offensiver Ebene recht ungefährlich. Stöckli Junior kam irgendwann zum Abschluss. Sein Versuch, mehr Pass als Schuss, war genauso harmlos wie der Versuch aus der Distanz von Bossi oder DJ Stögi.
Bossi kassierte in der ersten Halbzeit eine gelbe Karte für ein Handspiel. Wer weiss, vielleicht eine Hommage an den verstorbenen Maradonna. Und die Babos? Sie liessen es völlig gemütlich angehen. Bloss nicht zu viele Meter absolvieren. Sobald Sie das Leder eroberten, ging es teilweise blitzschnell in die Tiefe, wo entweder Jonas oder Schilter Junior lauerten. Eine weitere Annäherung von Tüml endete mit einem Schuss übers Tor. Ebenso ballerte der SPler Jonas die Murmel über die Mauer ins Nirgendwo.
Kurz vor der Pause durfte sich Jonas durch einen genialen Moment auszeichnen lassen, als er einen Zuckerpass in die Tiefe für Schilter Junior spielte. Gekonnt lüpfte der Älpler den Ball über Miguz, der chancenlos blieb, um an den Ball zu kommen. Pech für die Moustaches.
Gleich danach versiebten der Reihe nach DJ Stögi, Bossi und wiederum DJ Stögi etliche Grosschancen. Es fehlt immer einen Meter oder eine Fussspitze. Torhüter Miguz parierte danach mehrere Schüsse. An ihm lag es mit Sicherheit nicht.
DJ Stögi versuchte seine Farben zu motivieren. Mit seinen Vorstössen, wohlwissend nicht an der Urne, sondern auf dem Platz, sorgte er für heitere Momente, aber auch das wirkte relativ belanglos angesichts dessen, dass die Babos jederzeit Herr der Lage waren. Vor der Pause verabschiedet sich Bossi kurzzeitig nach Hause, weil er gleich drei fiese Blatern am Fuss hatte und diese mit einem Schuhwechsel sowie dicken Pflastern behandeln musste. Er kehrte alsbald zurück, aber genau in dieser Phase kassierten die Moustaches ein weiteres Tor. Schilter Junior skorte nach Pass von Res zum 2:0. Danach beendete der souveräne Schiedsrichter DJ Stögi die erste Halbzeit.
Die zweite Halbzeit ist schnell erzählt, was dem Schreiberling eine Menge an Schreibaufwand erspart. Tüml erhöhte sehenswert zum 3:0, bevor Jonas endgültig den Deckel draufmachte mit dem 4:0. Vor Spielfreude strotzend, brillierten die Babos mit Kombinationsfussball at this best. Die armen Moustaches liefen Kilometer um Kilometer, um wenigstens in der Nähe des Balls zu sein. Es half nichts. Immerhin scorte Bossi zum 1:4 Anschlusstreffen, doch die Hoffnungen auf einen weiteren Anschlusstreffer wurden zugleich im Keine erstickt als Bossi, völlig freistehend vor Torhüter Res, der chilenischen Wand, den Ball verstolperte respektive nicht quer auf DJ Stögi legte. Das ärgerte den Star DJ dermassen, dass er vergass, sich wieder defensiv zu orientieren.
Im Gegenzug schloss Tüml einen herrlichen Angriff mit dem 5:1. Auch Jonas durfte das zweite Mal jubeln, als er kraftvoll zum 6:1 den Ball hinter die Linie drückte. Gegen Ende der Partie kam es zum Torhüterwechsel. Res durfte also auch noch ein paar Dribblings starten, wobei er trotzdem eher passiv wirkte, genau wie der Rest der Babos, aber mit einer 6:1 Führung im Rücken bei hochsommerlichen Temperaturen ist es logisch, dass sich niemand mehr ein Bein ausriss.
Am Sonntag, 7.9. ist der 2. Spieltag geplant.
Bericht: Simon "Bossi" Bosshard